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    Dezember, das letzte Jahr im Überblick

     

    Der bunte Herbstwald vom November ist jetzt zu einem kahlen, blattlosen Geäst geworden, durch das der Wind mit Kälte und Schnee weht. Der Winter hat seinen Einzug gehalten, Fauna und Flora haben sich auf diese Situation eingestellt. Wir müssen uns ebenfalls anpassen, auch wenn es uns fröstelt.

    Vorweihnachtszeit – Advent – Weihnachten –schon wieder ist ein Jahr vorüber, wir können uns nicht des Eindruckes wehren, die Zeit läuft schneller. Die schöne Adventszeit wollen wir in Ruhe genießen, im warmen Zimmer am Kamin, bei Kerzenschein, einem Glas Met und das letzte Jahr mit unseren Bienen Revue passieren lassen.

     

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    In unserer Küstenregion war fast das ganze Bienenjahr voller Kapriolen. Schnee und Frost stellte sich schon vor Weihnachten des vergangenen Jahres ein und begleitete den Januar bis zum Februar voll hindurch. Tauwetter Mitte Februar und anschließend tiefe Frostgrade, hinterließen ihre Spuren. Die Rapsfelder waren das Opfer, die Blattrosetten waren teilweise bis zur Unkenntlichkeit herunter gefroren – ein Anblick, erschreckend. Wir stellten uns die Frage, fällt die Rapsblüte für unsere Bienen in diesem Jahr aus? Bei diesen immer noch recht niedrigen Temperaturen kam es zu keinem Reinigungsflug, die Bienen konnten erst am 5. und im Wald am 13. März ihre Kotblase leeren und sich somit endlich erleichtern. Die Zahl der Völkerverluste hielt sich in Grenzen, 5% , das ist normal und verträglich. In einigen anderen Gebieten wurde dieser Wert weit überschritten. Der Frost blieb noch bis Ende März im Land, dann im April kam eine Wende; es wurde sehr warm und trocken, bis zum 12. Mai gab es keinen Regen. Die Rapsfelder litten ein zweites Mal. Die Weide, Ahorn, Löwenzahn und alle Obstbäume waren bis Ende April verblüht. Die Bienen haben diese „Stoßblühte“ gut bewältigt, dank der sehr guten Frühjahrsentwicklung mit ihren fleißigen und vitalen Königinnen. Erstaunlicher Weise begannen die Rapsfelder, die noch geblieben sind, zu erblühen, so dass wir widererwartend am 29. April mit unseren Bienen den Raps an wandern konnten. Die Honigräume waren auch griffbereit und wurden auf die Zargen gesetzt. Jetzt hieß es warten auf das was da kommt. Die dortige Stockwaage zeigte uns vom 5.5. bis 30.5. eine gute Trachtzunahme an, so konnten wir zufrieden sein. Mit der Königinnenzucht begannen wir am 6.Mai, die Pflegevölker hatten die Zuchtserien sehr gut angepflegt, das Begattungsergebnis der Königinnen war optimal. In diesem Jahr hatten wir einen Versuch gestartet, die mit Futterteig, Bienen und Königin besetzten EWK gleich am Abend mit geöffnetem Bienenflugloch aufzustellen. Die Bienen hatten keinen Stress, sie konnten Wasser holen und sich abkoten. Gleichzeitig hatten sie das EWK - Rähmchen sehr gut ausgebaut, es war alles optimal. In Fachbüchern lasen wir schon mal darüber, doch ob das beschriebene immer und überall funktioniert? wir wollten es wissen.

    Die Natur hatte einen Zeitvorsprung von ca. 14 Tagen – bedingt durch den warmen April, so dass nach unserer Rapshonigernte am 8.Juni die ersten Linden anfingen aufzublühen. Bis Anfang Juli, dann war auch diese Tracht vorbei, es kam das nächste Unheil. Regen – Regen – nichts als Regengüsse. Felder, Wiesen und Gärten standen komplett unter Wasser – sogar wochenlang. Imker, die in diesen Gebieten ihr zu Hause haben, mussten zu sehen wie die Bienen auf dem Wasser kreiselten und ertranken, die Bienenkästen vom Wasser umspült waren. Es blühten keine Blumen mehr, somit gab es auch keinen Pollen und Nektar. Die Bienen konnten tagelang nicht ausfliegen. Das Ergebnis war, die alten Flugbienen füllten zusätzlich die Bienenkästen und somit waren diese brechend voll. Das Nächste war, alle hatten Bedarf Nahrung aufzunehmen, so wurde ein Teil des Winterfutters schon verzehrt. Wohl dem Imker, der beim Abschleudern die Honigwaben im Brutraum belassen hatte und gleich die ersten Futtergaben verabreichte. Von unseren Bienen hatten wir Ende Juli die Honigräume heruntergenommen. Mit Hilfe der Bienenfluchten, die wir zum ersten Mal benutzten, ging die Arbeit schnell von statten. Stat 01 08 2011-29 08 2011
    Es ist eine große Erleichterung, diese Bienenfluchten zu benutzen – können wir nur empfehlen. Unsere elektronische Stockwaage zeigte vom 1.August bis 29.August. eine Gewichtsabnahme von sieben Kg an – das ist sehr viel - so mussten wir noch einmal nachfüttern. Der August und teilweise der September wurde immer noch von Regen begleitet, es gab keinen Sonnensommer.

    Die Varroamilbenbehandlung durfte trotzdem nicht vernachlässigt werden. Wir haben den Bienen im August zwei Mal Ameisensäure auf dem Schwammtuch verabreicht, was sich manchmal als schwierig erwies, da die Luftfeuchtigkeit sehr hoch war und wir an einer optimalen Verdunstung zweifelten. Um Gewissheit zu haben, folgte eine nochmalige Behandlung nach dem Einfüttern im September. Das Ergebnis; es fielen recht wenig Milben auf die Windeln. Zur brutfreien Zeit im November – Dezember bekommen alle Völker Oxalsäure verabreicht – das sollte in diesem Jahr die letzte Handlung an den Völkern gewesen sein. Wir hoffen gute und gesunde Völker eingewinter zu haben. So hatten die Bienen einen ungewöhnlichen Verlauf, aber trotzdem waren sie fleißig, es war ein gutes Honigjahr. Wir vertreten den Standpunkt; wer im Frühjahr die Kästen voll Bienen hat braucht sich übers Jahr keine Sorgen zu machen. Schauen wir in die Zukunft und sollten immer voller Optimismus sein.

    Leserinteressen

    Unsere Monatshinweise, inzwischen elf Stück, haben eine große positive Resonanz gehabt. Wir freuten uns wenn Mails, Briefe aber auch Anrufe kamen, die natürlich so schnell wie möglich beantwortet wurden. Einige Imker besuchten uns und wir haben tüchtig gefachsimpelt, es machte Freude und Spaß. Ebenso freut es uns, dass sich so viele Imker gemeldet haben um noch detailliertere Erläuterungen zu einigen Themen zu erhalten. Wir möchten einige dieser Themen hier widergeben:

    • -         Die genaue Herstellung von Futterteig für die Königinnenzucht
    • -         Großes Interesse hat die normale Personenwaage als Stockwaage hervorgerufen
    • -         Viele Anfragen und nähere Informationen zu der Schwarmverhinderung erreichten uns
    • -         Großes Interesse fand unser Autoanhänger mit den schönen Bienenmotiven
    • -         Die Strohbienenkörbe, wie wir sie über das Jahr führen
    • -         Rainfarn, ein Smokerbrennmaterial – die Gase sind gesundheitsschädigend
    • -         Die gute Schwammtuchmethode, sie war des öfteren eine Anfrage
    • -         Die Königinnenzucht, ein recht gefragtes Thema
    • -         Königinnenbestellung und was kann man machen, wenn der Futterteig im EWK zu dünn wird
    • -         Auf unsere Fragen, betrifft die Vermehrung der Euodia oder honigt die Kamille, kamen viele Antworten, wir sind wieder ein Stück schlauer
    • -         Viel Post bekamen wir von Imkern deutschlandweit und vor allem aus Mecklenburg – Vorpommern, die erfreut sind, dass wir das große Glück hatten die Monatshinweise schreiben zu dürfen und dass ihnen diese Berichte sehr gut gefallen.

     

    Wir haben versucht unsere Betriebsweise mit den Bienen, nach jahrelanger Erfahrung, in den Monatsmonatshinweisen widerzugeben. Es gibt sicherlich Punkte, die Sie liebe Leser, nicht ganz mit uns teilen. Freuen würden wir uns, wenn die Berichte Ihnen einen Anlass gegeben haben, die eine oder andere Anregung für Ihre Betriebsweise übernommen zu haben. Über einige Themen hätten wir gerne etwas ausführlicher geschrieben, doch es gibt so viele andere auch wichtige Themen, über die wir berichten wollten.

    Vereinsleben am Ende des Jahres

    Im September fand in Mecklenburg – Vorpommern der Deutsche Imkertag in Stralsund statt, an dem viele Imker unseres Vereines teilnahmen. Es gab viele wissenswerte Vorträge, aber auch die Begegnung mit anderen Imkern ist an solchen Tagen ein Höhepunkt. Einen schönen Jahresabschluß ist das gemeinsame Adventessen in einer Gaststätte. Der Nikolaus hat für Jeden etwas dabei, Lieder werden gesungen und tüchtig gefachsimpelt.

     

    054Wir möchten uns mit diesem letzten Monatsbericht von den Lesern und Leserinnen verabschieden und Ihnen ganz herzlich Dank sagen für Ihr Interesse, für die vielen Mail, Briefe und Anrufe, es hat uns Spaß und Freude bereitet die Berichte zu schreiben. Unser besonderer Dank gilt der Redakteurin Frau Xandia Stampe und ihrem Team für die gute Zusammenarbeit und für die gut gestalteten Seiten unseres Berichtes. Ihnen allen möchten wir ein schönes besinnliches Weihnachtsfest wünschen, für das Neue Jahr Gesundheit, Freude und Erfolg mit den Bienen.