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    Start Monatsüberblick März

    MÄRZ, ein Wintermonat, aber doch schon Frühling.

    Bienenbild8In der Natur fangen die Knospen der Bäume an zu schwellen, die Blumen – Scilla, Märzenbecher, Hyazinthen entfalten ihre Schönheit, es entstehen Frühlingsgefühle und wenn dann noch das Summen der Bienen diese Atmosphäre begleitet, dann ist Frühling. Nach einem langen Winter haben wir diesen Moment wohl verdient. Mit der zunehmenden Helligkeit und Tageswärme werden auch die Bienen aktiver.

    Die Königin erhöht ihre Legetätigkeit, die Bruttemperatur im Volk muss ständig auf ca. 35 ° C gehalten werden, das vorhandene Futter und Pollen für die Aufzucht der Brut muss von den Bienen umgetragen werden, alles hat seinen Kreislauf, der unter keinen Umständen aus der Bahn geraten sollte.

     

    Und doch kommt es vor, dass nicht alles so läuft wie es sein sollte.

    Frühjahrskontrolle

    Die beschränkt sich größtenteils auf äußerliche Beobachtungen. An Tagen mit gutem Flugwetter beobachten wir das Flugverhalten der Bienen vor den Kästen. Kommen sie mit Pollen zurück und zeigen ein ruhiges Flugverhalten beim Ein und Ausfliegen am Flugloch, so ist alles in Ordnung. Völker, die bis Ende März immer noch nicht fliegen oder sich vielleicht Drohnen zeigen, da muss eine Kontrolle erfolgen. Befindet sich Drohnenbrut breitflächig auf den Waben, dann ist das drohnenbrütige Volk nicht mehr zu retten. Wir pinnen auf dem Deckel des Bienenkastens einen Reißbrettstift an: dieses Volk muss später bei warmer Temperatur abgefegt werden – ca. 5 -7 m vom Stand entfernt auf eine Plane oder Folie. Wir sind der Meinung, den abgefegten Arbeiterinnen muss man eine Chance geben weiter zu leben, im Gras ist es nicht immer gegeben. Einen Bienenkasten ohne Flugbetrieb wird geöffnet, sieh da - alles leer - kein Lebewesen - aber Futter – warum?, eine Frage tut sich auf, doch die Antwort ist: dieses ist eine Folge der Varroamilbe. Das Flugloch wird geschlossen und der Bienenkasten vom Stand entfernt, die Futterwaben werden für Völker, die unter Futtermangel leiden benötigt (wenn sie nicht bekotet sind). Mit Kot beschmutzte Waben werden eingeschmolzen und die Beute gereinigt mit Sodalösung. Weisellose Völker, man hört die fehlende Harmonie am unruhigen Summen in der Beute. Eine Kontrolle sollte gleich gemacht werden, die Bienen sind vielleicht noch zu retten. Sind viele Bienen vorhanden und keine Anzeichen von Krankheit sichtbar, kann das Volk auf einen Ableger gesetzt werden mit Zeitungszwischenlage.

    Zur Spätsommereinfütterung sieht immer alles so toll und voller Harmonie aus, doch im Frühjahr tut sich uns ein Fragezeichen auf – warum?? CIMG3866

    Eine Arbeit verrichten wir noch im März, im Unterboden das Entfernen der toten Bienen, wenn es erforderlich ist. Die meisten Völker haben diese Arbeit schon erledigt – ein guter Putztrieb!

    Windelkontrolle auf Varroamilben, denen wir übers Jahr mit aller Macht zu Leibe rücken sollten. Durch die ständige Brutzunahme und Futterverbrauch werden die Gemüllreihen auf der Windel größer. Hier können wir die besetzten Wabengassen vom Volk ablesen und einschätzen wie stark das Bienenvolk ist.

    Eine Durchsicht nehmen wir im März nicht vor, die Bienen sollen ihren Wärmehaushalt und ihre Harmonie im Volk so lange wie möglich erhalten. Wir glauben durch eine zu frühe Störung macht man mehr kaputt als es Nutzen bringt.

    Wenn Anfang April das Wetter es zulässt, bei einer Temperatur von ca. 15° C, dann öffnen wir das erste Mal die Bienenkästen. An diesem Tag werden alle nötigen Arbeitsgänge erledigt: Futterkontrolle, Wabensitz, Weiselrichtigkeit und den Wabentausch der Bruträume. Dazu im April ausführlicher.

    Durch die ständig zunehmende Brut wird auch mehr Futter benötigt. Im März und April ist der größte Futterverbrauch. Durch einseitiges Anheben des Bienenkastens lässt sich das vorhandene Gewicht einschätzen. Ist ein Futtermangel vorhanden, kann er nur durch Zugabe von Futterwaben behoben werden. Sind keine Futterwaben vorhanden, so muss eine Notfütterung mit Zuckersirup verabreicht werden – in einer Futtertasche und etwas angewärmt nehmen die Bienen alles besser an, natürlich alles nahe dem Brutnest.

    Stockkarte002 - KopieEine gute Gewichtskontrolle ist die Stockwaage. Wir haben auf jedem Stand eine Waage unter einen Bienenkasten aufgestellt. Können zwar nur das Gewicht von dem einen Volk ablesen, gehen aber davon aus, dass das Gewicht der anderen Völker annähernd ist. Diese Stockwaage ist das ganze Jahr unter dem Kasten, da sie Wind und Wetter ausgesetzt ist, hat sie nur eine begrenzte Lebensdauer – ca. 2 Jahre. Bei einem Standbesuch schauen wir erst auf die Fluglochfronten ob alles in Harmonie fliegt, dann geht der Blick auf die Waage. Die angezeigten Werte sind so interessant, werden von uns immer notiert.

    Wer sich für diese Art Stockwaage interessiert – hier kurze Angaben und nebenstehende Fotos.



    Was gebraucht wird:

    1. Eine Platte

    2. Eine einfache Personenwaage (Supermarkt ca.7.00€)

    3. Eine Holzplatte (Größe des Bodens) mit schräg angebrachten Spiegel, an der werden 4     Hölzer befestigt, die auf den Ecken der Waage stehen (als Abstand zur Waage)

    4. Einen Handspiegel zum Gewichtablesen, fertig ist dieser preisgünstige Eigenbau.

     

    Im letzten Jahr zeigte die Waage bis zum 17. Mai – es war ständig kalt und regnerisch – wenig Gewichtszunahme an, doch ab 18. Mai honigte der Raps und die Waage übermittelte uns täglich rasant ansteigende Gewichte. Dieses alles zu verfolgen ist so toll und spannend.

    Seit dem letzten Sommer ist eine Funk- Stockwaage auf einem Stand unser Datenübermittler. Temperatur, Regen, Gewichtszunahme bzw. Abnahme werden in Form von Werten oder Diagrammen zum Computer und Handy gesendet. Die Werte werden stündlich erfasst, auch nachts, das gibt uns einen guten Überblick wann und wie viel Zu- oder Abnahme ist. Interessant ist auch die Kontrolle des Verbrauchs des Winterfutters von der Einfütterung bis zur Auswinterung.

    Der Züchter im März

    Für uns sind die Zuchtvölker im Frühjahr sehr wichtig. Sie müssen noch reichlich mit Futter versorgt sein, gut Ausgewintert haben und bei der 1. Durchsicht ein gutes geschlossenes Brutnest aufweisen. Alle diese Werte werden bei uns im Standbuch niedergeschrieben, so können wir eine reelle Einschätzung der Völker erhalten.

    Die Zucht ist bei uns eine Leidenschaft. Es macht Spaß und Freude, doch aber manchmal auch Enttäuschung. Wenn z. B. der Zuchtrahmen wenig angepflegte Zellen hat – warum? - im Pflegevolk ist eine Zelle in der Ecke übersehen worden. So etwas ist den Lesern bestimmt auch schon passiert? Wir lassen uns aber nicht entmutigen, wir sind Optimisten.

    Auf unserem Hausstand haben wir nur künstlich besamte und gekörte Völker stehen, sie sind der Ausgangspunkt für die Standbegattung vor Ort. Unsere Zuchtlinie ist die Carnica-Troiseck, die Mutter eine Reinzuchtkönigin von der Celler-Linie, angepaart über künstliche Besamung mit der Linie „Wintersbach“.

    Das Ergebnis sind sehr sanftmütige und fleißige Bienen, mit denen das Imkern Freude macht, was uns Imker, die diese Königinnen von uns bekommen haben, bestätigen. Im Frühjahr sind sie sogenannte „Senkrechtstarter“, die bei optimalem Standort die Kästen schnell voll haben.

    Futterteig für die Königinnenzucht stellen wir im März her. Dazu wird Puderzucker (Großpack) und e i g e n e r Honig genommen. Alles kommt in einen Hobbock mit Deckel fest verschlossen, bis Mitte Mai ist alles garantiert durchgezogen und Verwendungsbereit.

    Wanderstandplatz

    Im März ist es an der Zeit sich einen geeigneten Wanderstandplatz zu suchen für die bevorstehende Rapswanderung. Er muss mit dem Auto erreichbar sein und eine windgeschützte Lage haben. Mit den zugehörigen Landwirten sind Kontakte aufzunehmen.

    Ihnen allen einen schönen summenden, sonnigen März und voller Optimismus.

    Bis zum nächsten Mal

    Was ist im März zu tun

    • Standkontrolle
    • Futterkontrolle
    • Tote Völker – Kästen desinfizieren, Waben ausschmelzen
    • Unterboden vom Totenfall befreien
    • Auf Krankheiten achten
    • Wanderstandplatz suchen
    • Pflanzen von Bienenweidegehölzen

     

     

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    1.     Eine Platte

    2.     Eine einfache Personenwaage (Supermarkt ca.7.00€)

    3.     Eine Holzplatte (Größe des Bodens) mit schräg angebrachten Spiegel, an der werden 4 Hölzer befestigt, die auf den Ecken der Waage stehen (als Abstand zur Waage)

    3.     Einen Handspiegel zum Gewichtablesen, fertig ist dieser preisgünstige Eigenbau.